Abdrift |
Seitliche Versetzung des Bootes durch die oberhalb des Wassers angreifenden Windkräfte. Entgegen wirkt der |
abfallen |
Den Bug des Schiffes vom Wind weg drehen |
achtern |
(nach) hinten |
Anker |
Schwerer Metallgegenstand mit großem Haken. Tritt in verschiednen Formen auf. Dient dazu ein Schiff am Grund zu befestigen. Man sollte das
dreifache der Wassertiefe an Ankerleine geben, damit der Anker sich waagerecht eingraben kann. Beim Ankerlichten befreit sich der Anker durch Zug nach oben im allgemeinen selbständig. |
anluven |
Den Bug des Schiffes mehr gegen den Wind drehen. |
Astronavigation |
1. Navigation unter Verwendung von Meßdaten angepeilter Himmelskörper. 2. Bestimmung von Ort u. Kurs eines (Raum-)schiffs nach den Sternen.
|
Backbord |
linke Schiffsseite (vom Heck aus gesehen). |
Backstag |
den Mast von hinten haltendes [Draht]seil |
Beiboot |
Dingi, Rettungsboot, Rettungszille (österr.), Geleitboot, Barkasse, Schaluppe, Gig, Jolle |
beidrehen |
die Fahrt verlangsamen, einen Sturm abwettern, z.B. durch Backstehenlassen der Fock, gerefftes Gross und scharfes Stützruder. |
Beaufort-Skala |
nach dem brit. Admiral und Hydrographen Sir F.)Beaufort, *)1774, †)1857], Skala zur Abschätzung der Windstärke nach beobachteten
Wirkungen. 0-2 wird als Flaute bezeichnet 3-4 kann man schon segeln 5-6 unkritisch und zügig segeln 7-8 je nach Erfahrung ideal muss aber u.U. schon gerefft werden
9-10 Sturm, hierbei sollte man nicht mehr auf dem Wasser sein. |
Besan |
a) Segel am hintersten Mast; b) der hinterste Mast; |
Bilge |
Die Bilge ist der Raum zwischen dem begehbaren Boden des Innenraums und dem Schiffsboden. In der Bilge sammelt sich neben Kondenswasser das
Leckwasser aus der Stopfbuchse der Propellerantriebswelle und dem Kühlwasserkreislauf sowie das Lecköl aus den Treibstoff-und Schmierölkreisläufen. Bei Servicearbeiten im Maschinenraum gelangen neben Öl
und Wasser auch Frost- und Korrosionsschutzmittel in die Bilge. Sie muss deshalb periodisch gelenzt, d.h. entsorgt werden. (Bilgenpumpe) Manch ein Skipper behauptet, in der Bilge lebe das sogenannte
Bilgenschwein, das sich von dieser Mixtur ernährt. Die oft eigentümlichen schmatzenden Geräusche aus der Bilge können aber auch durch die Schiffsbewegungen dieser Mischung aus Schwitzwasser, Brennstoff
und Öl verursacht werden. |
Boje |
Am Grund verankerter Schwimmkörper; schwimmendes Seezeichen (z.)T. Heul- oder Leucht-B.), Anker-B. (zur Anzeige des Ankers unter Wasser) oder
Festmache-B. (zum Festmachen von Schiffen). |
Bug |
Vorderteil eines Schiffes |
Bugspriet |
über das Schiff hinausragender, schrägliegender vorderster Mast, zum rammen anderer Schiffe. |
bunkern |
in den Bunker füllen; Brennstoff aufnehmen [von Schiffen], Lebensmittel und Gepäck an Bord bringen |
Crew |
meist schwere unbewegliche Gegenstände an Bord von Segelyachten, die dazu dienen, dumme Sprüche abzulassen, die Ecken von Seekarten zu
halten, Fender auszubringen und den Baum -mit ihrem oberen Ende (Kopf)- bei abrupten ungeplanten Bewegungen zu bremsen. Versuche, sie in intelligente, mitdenkende Lebewesen zu verwandeln gelingen nur
selten. |
Deck |
[niederdt.], urspr. Bez. für den waagrechten Abschluß eines Schiffsrumpfes; heute allg. Bez. für jede waagrechte Unterteilung des
Schiffsrumpfes (z.)B. Ober- oder Haupt-D., Zwischen-D., Peil-D., Promenaden-D.); auch Bez. für den freien Raum zw. zwei Decks. Etage(n) eines Schiffes auf denen man sich aufhalten und bewegen kann. |
Davits |
Aufhängung für ein Beiboot. Bei Segelyachten achtern |
Deviation |
Abweichung, - der Kompaßnadel durch Eigenmagnetismus des Bootes. Die Deviation ist schiffspezifisch, und wird für ein Boot in einer
Deviationstabelle zusammengestellt. Besonders betroffen sind Stahlschiffe. |
Dirk |
ein Tau vom Topp zum Halten des Großbaums bei nicht gesetztem Großsegel |
einpicken |
einhaken |
Fall |
ein Tau, meistens am oder im Mast geführt |
Fender |
Abwehrer, Verteidiger mit Kork od. Tauwerk gefülltes Kissen zum Schutz der Schiffsaußenseite beim Anlegen am Kai u. ä. |
fieren |
Tau ablaufen lassen, herablassen, lockern |
Fittings |
Sammelbez. für Verbindungsstücke zum Verschrauben oder Verlöten z.B. von Wasserleitungsrohren (Muffen, T-Stücke u.a.). |
Fock |
Vorsegel; unterstes Rahsegel des Vormastes |
Freibord |
Höhe der Bordwand von der Wasserlinie zum Deck |
Funknavigation |
(Funkortung), die Navigation von Wasser- oder Luftfahrzeugen mit Hilfe von Funksignalen, die von ortsfesten Funkfeuern ausgesendet und von
bordeigenen Funkpeilern empfangen werden oder von Bordsendern abgestrahlt und als reflektierte Signale empfangen werden. Bei den Richtempfangsverfahren wird die Richtungsabhängigkeit der Antennenspannung
einer Richtantenne ausgenutzt (z.)B. beim Radio- oder Funkkompaß). Bei Differenzentfernungsmeßverfahren werden Entfernungen zu verschiedenen Bodenstationen aus den Laufzeitdifferenzen gleichzeitig
ausgesendeter Impulse bestimmt (Loran-Verfahren) oder aus den Phasendifferenzen zw. gleichfrequenten elektromagnet. Wellen (DeccaNavigator-System). Radarverfahren (Doppler-Radar) dienen in der Schiffahrt
u.a. zur Ermittlung des Standorts und des Kurses bei Nacht und schlechter Sicht |
Gaffel |
am oberen Teil eines Schiffsmastes angebrachtes, schräg nach hinten aufwärts ragendes Rundholz, an dem die Oberkante des G.Segels befestigt
wird |
Genua |
[nach dem erstmaligen Auftauchen dieses Segels 1927 bei einer Regatta in Genua] großes, den Mast u. das Großsegel stark überlappendes
Vorsegel. |
Gezeiten |
Massenbewegungen der Atmosphäre, des Erdkörpers und, bes. auffallend, des Meeres, die verursacht werden durch das Zusammenwirken von Schwer-
und Fliehkräften, die bei der Bewegung des Mondes um die Erde und bei der Bewegung der Erde um die Sonne entstehen. Die G. des Meeres (Tiden) äußern sich bes. an den Küsten, zumeist als zweimal tägl. (im
Abstand von 12 Std. 25 Min.) Ansteigen (= Flut) und Absinken (= Ebbe) des Meeresspiegels. Bei Neu- und Vollmond verstärken sich die G. zu kräftigen |
GPS |
Abk. für Global Positioning System, das gegenwärtig modernste digitale Satellitennavigationssystem, mit dem bei Empfang von mindestens
4 Satellitensignalen weltweit eine exakte Positionsbestimmung (auf einige Meter genau) möglich ist. |
Gradnetz |
jedes die Oberfläche der Planeten oder die Himmelskugel dem geograph. G. entsprechend unterteilendes Liniennetz, i.)e.)S. das aus
Längenkreisen und Breitenkreisen gebildete Netz der als Kugel oder Rotationsellipsoid betrachteten Erdoberfläche. Die sich von Pol zu Pol erstreckenden Meridiane sind die Hälften von Großkreisen, die
sich in beiden Polen schneiden; Nullmeridian ist der Meridian von Greenwich. Von den Breitenkreisen ist nur der Äquator ein Großkreis, während die parallel verlaufenden Breitenkreise polwärts immer
kleiner werden. |
Grundsee |
eine kurze, steile, auch überkommende Welle, die durch Auflaufen einer aus tiefem Wasser kommenden langen Welle auf Untiefen und vor flachen
Küsten entsteht |
halsen |
Ein segelndes Schiff bei dem der Wind von vorlicher als achtern einfällt so stark vom Wind abfallen lassen, dass das Heck durch den Wind
läuft, und sich so der Bug und die Segelstellung ändert. Bei starkem Wind ist die Halse gefährlicher und schwieriger, als die Wende, da die Lage des Grossbaums bei der Wende höchst instabil ist
(singuläre Segelstellung bei achterlichem Wind parallel zum Grossbaum) und ein heftiges Umschlagen des Grossegels Schaden anrichten kann. |
Heck |
der hintere Teil eines Fahrzeugs, insbes. eines Schiffes. H.formen: das bei Fracht- und Fahrgastschiffen sowie bei größeren Kriegsschiffen
bevorzugte Kreuzer-H., das v.)a. bei Motorbooten und schnellen Kriegsschiffen zu findende Spiegel- oder Plattgatt-H., das für Rennjachten verwendete Jacht-H., das bei Fischkuttern anzutreffende
Spitzgatt-H. u.a. |
Kajüte |
Wohn-, Aufenthaltsraum auf Schiffen |
Katamaran |
schnelles Segelboot mit Doppelrumpf |
Kartennetzentwurf |
(Kartenprojektion), Darstellung der Erde oder von Teilen von ihr in einer Ebene. Da alle Punkte der Erde mit Hilfe des Gradnetzes bestimmt
werden können, wird bei einem K. das Gradnetz in eine Ebene projiziert und dabei verzerrt, da eine Kugelfläche nur so auf einer Ebene dargestellt werden kann. Mit Hilfe mathemat. Berechnungen kann die
Erde entweder längentreu (abstandstreu), flächentreu oder winkeltreu abgebildet werden. Es gibt drei grundsätzl. Möglichkeiten, die Erde auf eine Fläche zu projizieren. 1. Zylinderprojektion : Hierbei
wird um die Erde ein Zylinder gelegt, der verschiedene Achsenlage haben kann. Zu dieser Projektionsart gehört u.)a. die Mercatorprojektion, bei der sich Längen- und Breitenkreise senkrecht schneiden; sie
ist weder abstands- noch flächen-, aber winkeltreu; nach den Polen zu nimmt die Verzerrung überhand, weshalb Mercatorprojektionen meist nur bis 70º oder 80º nördl. oder südl. Breite
reichen. 2. Kegelprojektion: Bei ihr wird ein Kegel über die Erde gestülpt; im Normalfall fällt die Kegelachse mit der Erdachse zusammen. 3. Azimutalprojektion : Bei ihr ist die Projektionsfläche eine
Ebene, die die Erde in einem Punkt berührt. Meist bildet ein Pol den Mittelpunkt der Projektion. Eine solche Projektion kann daher nur eine Halbkugel der Erde abbilden. |
Kiel |
Ein Ballastkiel dient zur weitestgehenden Vermeidung eines Kenterns des Bootes, indem er ein Gegengewicht zu den oberhalb der Wasserlinie
angreifenden Windkräften bildet. Außerdem erhöht er die seitliche Widerstandsfläche und verringert dadurch die Abdrift des Bootes Der Ballastkiel besteht meist aus Eisen oder Blei und ist
stromlinienförmig gestaltet. Beim Kimmkieler sind statt des einen Ballastkiels in der Schiffsmitte zwei "Flossen" parallel unter dem Rumpf montiert. |
Ketsch |
ein zweimastiges Segelboot, bei dem der Besanmast (hinterer Mast) vor od. überhalb des Ruders bzw. innerhalb der Wasserlinie steht (vgl. Yawl)
|
Klüver |
dreieckiges Vorsegel. |
Klüverbaum |
über den Bug hinausragendes, einziehbares Rundholz zum Befestigen des Klüvers |
Koje |
kastenartiges, eingebautes Bett auf Schiffen; auch Verschlag zum Aufbewahren, z.)B. von Segeln |
Kutter |
1) Bez. für hochgetakelte Jachten mit mehr als einem Vorsegel. 2) (Fisch-K.) motorgetriebenes Fischereifahrzeug für die Küsten-, aber auch
Hochseefischerei mit dem Schleppnetz. |
Krängung |
durch Wind oder Seegang verursachte nach Lee gerichtete Neigung eines Schiffs um die Längsachse. |
Längen und Breitengrade |
siehe Gradnetz |
Lateralplan |
Fläche des Längsschnittes desjenigen Schiffsteils, der unter Wasser liegt (Seew.). |
Lee |
die dem Wind abgekehrte Seite |
Leegerwall |
Wenn ein Boot auf Legerwall liegt befindet sich die Küste in Lee Wind und Wellen sind auflandig. Kann zu einer prekären Situatiuon führen,
wenn man sich aus eigener Kraft nicht daraus befreien kann. |
lenzen |
vor schwerem Sturm mit stark gerefften Segeln laufen; leer pumpen |
Liek |
Tauwerk als Einfassung eines Segels; Unter-, Vor-, Achter-liek, |
Log |
(Logge), Gerät zum Messen (Loggen) der Schiffsgeschwindigkeit relativ zum Wasser. Man unterscheidet: 1. Hand-L., ein aufrecht im Wasser an
einer Leine schwimmendes Holzbrett; die Leine ist mit Markierungsknoten versehen; man zählt die pro Minute auslaufenden Knoten; 2. Patent-L., eine an einer Leine mitgeschleppte, sich drehende Schraube;
die Geschwindigkeit wird direkt von einer Meßuhr abgelesen; 3. Staudruck-L., bei verschiedenen Geschwindigkeiten ändern sich die hydrodynamischen Druckverhältnisse am Schiffsboden; durch Messung der
Druckdifferenzen wird die Geschwindigkeit bestimmt. |
Luv |
die dem Wind zugekehrte Seite eines Schiffes, Segels o.ä.- Ggs. Lee. |
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Mißweisung |
Die Abweichung der Feldlinien von rechtweisend Nord. Was durch die nicht exakte Übereinstimmung zwischen Karten- und Magnetischem Nordpol
hervorgerufen wird. Die Missweisung haengt nur von Ort und Zeit ab und ist in den Seekarten eingetragen (also abzulesen). Missweisender Kurs und Missweisung ergeben den rechtweisenden Kurs. |
Navigation |
das Führen eines Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeugs von einem Ausgangsort auf bestimmtem Wege zu einem Zielort, einschließl. der dazu
erforderl. Meß- und Rechenvorgänge. I.)e.)S. die Planung und Überwachung der Fahrzeugbewegung in möglichst optimaler Weise. Man unterscheidet: 1. terrestr. und Sicht-N. ; Ausnutzung der naturgegebenen
Eigenschaften der Erde, z.)B. der Sicht (Sichtpeilung), des Erdgravitationsfeldes (Lot, Horizont), des Erdmagnetfeldes (Magnetkompaß), der Erddrehung (Kreiselkompaß), der Atmosphäre und Hydrosphäre
(durch Fahrtmesser, Höhenmesser, Variometer); 2. Funknavigation; 3. Schall-N.: Ausnutzung der Ausbreitungseigenschaften von Schallwellen (Echolot, Sonar); 4. Astronavigation; 5. Trägheitsnavigation; 6.
Satellitennavigation |
Pantry |
kleiner Raum u.a. an Bord von Flugzeugen oder Schiffen zur Aufbewahrung und zum Anrichten von Speisen. |
Peilung |
die Bestimmung einer Richtung bzw. eines Winkels bezügl. einer Bezugsrichtung; als Kompaß-P. auf Kompaßnord, als Seiten-P. auf die
Mittelschiffslinie bzw. Flugzeuglängsachse bezogen. Als Kreuz-P. bezeichnet man die Standortbestimmung aufgrund mehrerer P. (Bestimmung des Schnittpunkts der ermittelten Peilstandlinien). Eine Funk-P. zu
Navigationszwecken z. B. bei Schiffen und Flugzeugen wird mittels Funkempfänger und richtungsempfindl. Antenne durchgeführt. |
Pier |
ins Wasser reichende Anlegeanlage für Boote und Schiffe |
Pinne |
[Kompaß]stift; Teil des Hammers; bes. nordd. für Reißzwecke; Seemannsspr. Hebelarm am Steuerruder |
Püttings |
Befestigungsschlaufen an Deck, an denen die Wanten befestigt sind |
Pütz |
Pütz (kleines Gefäß zum lenzen) |
Ree! |
Ausfuehrungskommando fuer bestimmte Ankuendigungen z.B klar zur Wende. |
Reederei |
Gesellschaftsform des Seerechts: Vereinigung mehrerer Personen (Mitreeder), die ein ihnen nach Bruchteilen gehörendes Schiff auf
gemeinschaftl. Rechnung verwendet. |
Reff |
Vorrichtung zum Verkürzen eines Segels |
Rigg |
gesamte Takelung eines Schiffs |
Rumpfgeschwindigkeit |
Die von einem Boot in Verdrängerfahrt (nicht beim Gleiten bzw. "Surfen") maximal
erreichbare Geschwindigkeit. Bei einer höheren Geschwindigkeit kommt das Boot ins Gleiten |
Rund Achtern! |
Ausruf, wenn das Heck bei der Halse schwenkt |
Saling |
Horizontale Stange am Mast zur Abstützung der Wanten |
Satellitennavigation |
Verfahren der Funknavigation, das auf der Auswertung der Funksignale spezieller künstl. Satelliten beruht. Dem Benutzer eines S.systems wird
die genaue Bahn und die Weltzeit vom beobachteten Satelliten mitgeteilt, indem Zeitmarken und aktuelle Bahnparameter einer der Sendefrequenzen aufmoduliert und ständig ausgestrahlt werden. Ein Netz von
Bodenstationen überwacht die Satellitenbahnen, eine Zentrale berechnet laufend die Bahndaten, die in bestimmten Zeitabständen dem Satelliten über Funk zur Erneuerung der Speicherdaten übermittelt werden.
Ein im Ausbau befindl. S.system der USA zur militär. wie zivilen Nutzung ist GPS |
Schäkel |
U-förmiges Verbindungsglied aus Metall |
Schaluppe |
Küstenfahrzeug; auch für größeres [Bei]boot |
Schoner |
Bez. für ein urspr. 2-, später 3- bis 7mastiges Segelschiff mit Gaffelsegeln. S.jachten sind 2- oder 3mastige Segeljachten. |
Schott |
Stahlwand im Schiffsrumpf zur gegenseitigen Abgrenzung von Lade-, Maschinen- u.a. Räumen zur Erhöhung der Sinksicherheit und der Festigkeit
des Schiffes; (Seemannsspr. wasserdichte [Quer]wand im Schiff) |
Schot |
Tauwerk, das an einer Spiere oder an einem Segel angreift; damit werden Segel in die gewünschte Stellung gebracht |
Seemeile |
(internat. Seemeile, engl.: [international] nautical mile), Einheitenzeichen INM, in der Seefahrt und Luftfahrt international verwendete
Längeneinheit: 1)INM)=)1,852 km. Das Maß entspricht exakt einer Winkelsekunde der Breitenengrade(!) des Globus. (Umfang der Erde ca. 40Tkm / 360 Grad/ 60Sek = 1.852 km) |
Segelboote |
durch Windkraft fortbewegte Boote, aus Holz, Leichtmetall, Stahl oder Glasfaserkunststoff (GFK) gebaut. Nach ihrer Takelage unterscheidet man
einmastige Catboote, Slups oder Kutter, anderthalbmastige Ketschs und Yawls sowie zwei- und mehrmastige Schoner. Die Sport-S. werden nach nat., internat. und olymp. Klassen in Bauart, Takelung und Größe
unterschieden. Zur Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten benutzt man heute Zweirumpf-S. (Katamaran) und Dreirumpf-S. (Trimaran) |
Segelschiff |
(Segler), großes, durch Windkraft getriebenes Wasserfahrzeug; nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd jedes Schiff, dessen Segelfläche
größer als das 1,5fache von Länge mal Breite ist. Man unterscheidet reine S. ohne Hilfsantrieb und Motor- oder Auxiliarsegler. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die Zahl der Masten (Ein- bis
Siebenmaster) und die Art der Segel (Rah- oder Gaffelsegel). Vollschiffe sind immer dreimastige S., bei mehr Masten muß die Anzahl der Masten mitgenannt werden, die ›voll getakelt‹, d.h. rahgetakelt
sind; Barken sind Dreimaster, deren hinterster Mast Gaffeltakelung hat. Schoner sind schrat- bzw. gaffelgetakelt |
Segelsport |
allg. Bez. für das Befahren von Flüssen, Seen und Meeren unter sportl. Gesichtspunkten mit bes. Segelfahrzeugen. Die wichtigsten Bootsklassen
sind neben den olymp. Klassen (Soling, Star, Viersiebziger, Flying Dutchman, Finn-Dingi, Katamaran, Tornado) die internat. Klassen (Optimist- Dingi, Moth, Drachen, 420er, OK-Jolle, Vaurien, Star, Laser,
A-Katamaran, 505, Flying Junior, Fireball, Contender, Europe, Dart-Katamaran); daneben gibt es verschiedene nat. Klassen. Die Boote der Einheitsklassen sind alle nach demselben Bauplan und sehr
enggefaßten Vorschriften gebaut; Konstruktionsklassen dürfen innerhalb von Grenzbestimmungen für Abmessungen und Formen konstruiert werden.- Bei nat. oder internat. Regatten auf Binnenrevieren oder an
den Küsten fahren jeweils Boote derselben Bootsklasse gegeneinander. I.d.R. orientiert sich der zu bewältigende Kurs an der olymp. Regattabahn: Auf einem Rundkurs von 2 Seemeilen Durchmesser sind in
regelmäßigem Abstand 8 Marken (Bojen) verteilt (bei Finn-Dingis beträgt der Durchmesser etwa 1,5 Seemeilen); die während des Rennens zu umsegelnden Marken werden erst kurz vor dem Start bekanntgegeben;
2-7 Wettfahrten; über die Plazierung entscheidet eine Punktwertung. Bei den Hochseerennen (Inselumsegelungen, Regatten zw. verschiedenen Seehäfen) segeln meist verschiedene Klassen gegeneinander
|
Skipper |
Verantwortlicher Führer einer (Segeljacht). Ihm alleine gehört das Kommando. Sein Wort ist an Bord Gesetz. Wer nicht spurt wird kielgeholt,
oder an einer langen Leine hinter dem Schiff durchs Wasser gezogen. |
Slup |
1. einmastige Jacht mit Groß- u. Vorsegel. 2. kurz für: Sluptakelung (Takelungsart mit Groß- u. Vorsegel). |
Sorgleine |
Leine mit zwei bis drei entständigen Karabinern zum Sichern eines Crewmitgliedes, mittels einpicken (einhaken) eines Karabiners an einem
festen Punkt der Yacht! Darf daher grundsätzlich nicht in die Reling eingepickt werden, da dort im grunde wirkungslos! Wir aber immer wieder falsch gemacht. Meist wird der Fehler allerdings nicht
wiederholt. |
Spinnaker |
ein leichtes, großflächiges Ballonsegel, das auf Sportsegelbooten gesetzt wird, wenn sie vor dem Wind fahren |
Springtiden |
bedingt durch die Stellung von Sonne und Mond zueinander. Bei Halbmond entstehen die bes. schwachen Nipptiden. Bei Niedrigwasser fallen
seichte Teile von Randmeeren trocken (Watt). Der Tidenhub gibt den Höhenunterschied zw. Hoch- und Niedrigwasser an. Er ist im offenen Ozean gering, in Buchten können 20m und mehr erreicht werden. Bei
Flüssen wirken sich die G. von der Mündung landeinwärts aus |
Stag |
Halte-, Stütztau |
Steuerbord |
rechte Schiffsseite |
Tide |
regelmäßig wechselnde Bewegung der See, verursacht durch die Anziehungskraft von Mond und Sonne. Springtide: wenn die Anziehungskraft der
Sonne die des Modes unterstützt. Niptide: wenn die Anziehungskraft der Sonne die des Modes abschwächt. |
Takelung |
Art der Takelage eines Schiffes: Rah-T. (Anordnung der Segel quer zum Schiff), Gaffel- bzw. Schoner-T. (Segel in Längsrichtung) |
Topp |
oberstes Ende eines Mastes |
topless |
sorgt bei gutem Wetter für nahtlose Bräune des Oberkörpers, auch bei den Seglerinnen! |
Törn |
Eine zusammenhängende Ausfahrt mit dem Segelboot. Kann ein paar Stunden dauern aber auch Monate. So zu sagen "ein Urlaub". |
Verklicker |
Anzeiger des scheinbaren Windes auf dem Topp |
Wanten |
starke Taue oder Drahtseile, die den Mast seitlich stützen |
Wenden |
Segelmanöver, bei dem man mit dem Bug durch den Wind geht. d.h. man fährt kurze Zeit genau gegen den Wind. (Siehe auch Halsen) |
Wasserlinie |
Linie, in der der Wasserspiegel den Schiffsrumpf berührt |
wenden |
ein am Wind segelndes Schiff durch entsprechendes Ruderlegen mit dem Bug durch den Wind drehen (immer weiter anluven), wobei die Segel
gleichzeitig auf die andere Seite genommen werden |
Yawl |
ein zweimastiges Segelboot, bei dem der Besanmast in der Regel nur 50% der Höhe des Großmastes erreicht und hinter dem Ruder ausserhalb der
Wasserlinie steht. |